Füchse-Trainer Jaron Siewert steht gestikulierend am Rand des Spielfelds. Die Berliner gewannen ihr Heimspiel gegen die HSG Wetzlar. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andreas Gora/dpa)

Die Füchse Berlin haben ihre Spitzenposition in der Handball-Bundesliga untermauert. Im ersten Heimspiel nach der WM-Pause besiegten die Hauptstädter die HSG Wetzlar mit 29:25 (12:10). Die Mittelhessen lieferten bis in die Schlussphase einen harten Kampf.

Zumindest bis Sonntag kletterte der THW Kiel auf Platz zwei. Der Rekordmeister gewann sein Heimspiel gegen Schlusslicht ASV Hamm-Westfalen mit 40:29 (21:13).

Auf Rechtsaußen begann bei den Berlinern Robert Weber. Der 37 Jahre alte Österreicher war vor wenigen Tagen für den verletzten dänischen Weltmeister Hans Lindberg nachverpflichtet worden. Der Linkshänder lief mit der Rückennummer 73 auf, die früher das Markenzeichen von Füchse-Sportvorstand Stefan Kretzschmar war. Weber fügte sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge der Hauptstädter ein und übernahm auch sofort Verantwortung. Die 11:8-Führung (27. Minute) erzielte der Linkshänder nervenstark von der Siebenmeterlinie.

Erkrankte Mindener sorgen für Spielverlegung

«Unfassbar. Das war Gefühlschaos», sagte Weber, der auf fünf Treffer kam, nach dem Spiel bei Sky: «Ich war so aufgeregt wie die letzten zehn Jahre nicht mehr.»

Die Mannschaft des Kieler Trainers Filip Jicha startete konzentriert in das Spiel und stand vor allem in der Defensive sicher. Kreisläufer Petter Överby traf zum 7:2 (9. Minute), Rechtsaußen Yannick Fraatz schraubte den Vorsprung auf sechs Treffer (10:4/15.). So war die einseitige Partie schon zur Pause entschieden. Am Sonntag können die Rhein-Neckar Löwen mit einem Heimerfolg über den TVB Stuttgart den Rekordmeister aber wieder überholen.

Die Partie zwischen dem HC Erlangen und dem TSV GWD Minden wurde kurzfristig abgesagt. Da mehrere Mindener Spieler erkrankt waren, stimmte der Ligaverband HBL einer Verlegung der Partie zu.

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